Alpen / Vogesen 2002

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Nachdem ich die ersten “Motorradtouren” meiner Arbeitskollegen mangels eines geeigneten Fahrzeugs nicht mitmachen konnte, steht der Teilnahme an der 2002er Tour nach Tirol nichts mehr im Wege. Seit ein paar Wochen steht eine BMW R1150GS in meiner Garage.

Der “offizielle” Teil der Tour besteht aus einem Treffen in Reutte/Tirol vom 11.-15.07.2002 mit gemeinsamen Touren. Während die Anreise auf 2 Rädern für die Münchener Kollegen kein Thema ist, wählen die meisten Aachener die bequeme Anreise per Autoreisezug.

Letztendlich machen sich nur drei Aachener (Ilona, Norbert und ich) mit dem Motorrad auf den Weg.

Der Hinweg

Tag 1

Kurz vor 10 Uhr mache ich mich auf den Weg zu meinen beiden Mitfahrern. Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Biker-Ranch in Simmerath-Strauch geht es dann endlich los.  Als stolzer Besitzer eines GPS-Geräts (Garmin etrex Legend) übernehme ich die Führung in der Hoffnung, mit dem neuen Spielzeug auch zurecht zu kommen.

Die Route führt zunächst in Richtung Koblenz und weiter über den Rhein. Die Schleife durch den Westerwald klappt nicht wie geplant. Irgendwie ist die Navigation mit dem kleinen blauen Ding doch nicht ganz so einfach. Da ich aber nicht zugeben möchte, mich ein wenig verfahren zu haben, wir die Route einfach improvisiert. Das funktioniert mit dem Garmin erstaunlicherweise problemlos. Wir kommen wieder an den Rhein und Ilonas Motorrad braucht Sprit.

Es dauert noch 25 km, bis wir endlich ein Tankstelle finden. Vollgetankt folgen wir weiter dem Rhein und biegen dann bei Lorch in den Taunus ab. Ab Wiesbaden nehmen wir die Autobahn, um das Rhein-Main-Gebiet möglichst schnell hinter uns zu lassen.

Gegen 18:30 Uhr kommen wir ziemlich k.o. in Reinheim an und werden freundlich von Christine und Dieter, mit denen wir die weitere Anreise bestreiten werden, begrüsst.

Nach einer kurzen Erholungspause mit ausgiebigem Duschen fahren wir fünf, diesmal mit dem Auto, zum Essen in die “Stadt”. Jetzt ist endlich Zeit, sich mal richtig kennenzulernen, da wir bisher nur telefonisch und per Mail Kontakt hatten. Die Chemie stimmt und so steht einer gemeinsamen Weiterfahrt nichts im Wege.

Tag 2

Nach einem sehr guten Frühstück macht sich gegen 9:45 Uhr eine ziemlich bunte Truppe auf den Weg: Ilona auf Ducati Monster, Christine mit ihrer Triumph Bonneville, Dieter auf dem Eisenhaufen (Kawasaki VN 1500), Norbert mit seiner Yamaha XJR 1300 und ich mit meiner GS.

Unter Dieters ortskundiger Führung geht es zuerst durch den Odenwald nach Heidelberg. Im Vogelbräu in Ettlingen machen mir Mittagspause. Dann geht es hinein in der Schwarzwald.

Am späten Nachmittag erreichen wir die Waldsägmühle in Pfalzgrafenweiler-Kälberbronn (was für ein Name). Ein schönes Hotel am A…. der Welt mit gutem Essen. Nur ein wenig teuer (kein Wunder bei den ganzen Sternen).

Tag 3

Nach dem Frühstück (mit nervender Musik-Untermalung) machen wir uns um 10:15 Uhr auf den Weg. Durch den Schwarzwald fahren wir nach Triberg. Hier wollen wir uns die Wasserfälle ansehen. Leider wollten das auch noch tausende andere Touristen, sodass wir für unsere Mopeds nicht einmal einen vernünftigen Parkplatz auftreiben können. Wir verzichten lieber auf diese Sehenswürdigkeit und machen ein paar Kilometer weiter ersteinmal Mittagspause in Schönwald.

In Furtwangen finden wir dann nach einigem Suchen das Deutsche Uhrenmuseum. Einen Besuch dieses Museums ist wirklich empfehlenswert, wenn man sich für Technik interessiert. Ich glaube, ich habe jetzt endlich die Funktionsweise von analogen Uhren kapiert.

Dann fahren wir weiter durch den Schwarzwald in Richtung Süden. Kurz vor unserem Etappenziel Stühlingen-Weizen erwischt uns dann der Regen. Eigentlich ist es ein heftiges Gewitter, welches uns auf einer Hochebene oberhalb von Weizen einholt.

Klatschnass kommen wir in unserer Unterkunft, dem Gasthof “Zum Kreuz” an. Einfache Zimmer zu moderaten Preisen, gutes Essen und ein Garage für die Motorräder – was will man mehr? Allerdings ist es das zweite Hotel in Folge, in dem man keinen Handy-Empfang hat. Jedenfalls im Vodafone-Netz. (Nachtrag aus 2004: Empfang ist jetzt zwar möglich, aber immer noch nicht berauschend.)

Tag 4

Bei gutem Wetter geht es kurz nach 10 Uhr wieder los. Zunächst wird noch vor der nahen Grenze getankt. Zumindest von den meisten. Nur ein übermütiger GS-Fahrer ist der Meinung, mit seinem 22-Liter-Tank nicht schon wieder Tanken zu müssen.

Zunächst fahren wir nach Schaffhausen, um den Rheinfall zu bewundern. Dann folgen wir dem Rhein zum Bodensee und am Südufer entlang bis Romanshorn. Während der Überfahrt mit der Fähre nach Friedrichshafen bleiben wir bei unseren Motorrädern. Das Wetter verschlechtert sich schnell und die Fähre schaukelt heftig. Also lieber immer ein Hand am Motorrad behalten, damit nichts umkippt.

In Friedrichshafen beginnt es zu regnen, sodass wir spontan in Eriskirch Mittagspause machen. Danach fahren wir wegen des immer noch schlechten Wetters auf direktem Weg nach Aach bei Oberstaufen, wo wir gegen 17 Uhr im “uralten” Gasthof Adler günstige Zimmer und sehr gutes Essen finden.

Tag 5

Während die anderen mit dem Bepacken ihrer Motorräder beschäftigt sind, fahre ich kurz nach Oberstaufen, um einen akuten Bargeldmangel zu beseitigen. Anschließend geht dann wieder nach Aach, um die Kameraden abzuholen. Das Wetter ist deutlich besser als am gestern, nur die Straßen sind noch nass.

Bis zur österreichischen Grenze sind es nur ein paar Meter. Dann fahren wir durch den Bregenzerwald in Richtung Hochtannbergpass. Jetzt rächt sich, dass ich den letzten Tankstopp ausgelassen hatte. Kurz hinter der letzten Tankstelle auf dem Weg zur Passhöhe meldet meine GS akuten Durst an. Da ich davon ausgehe, spätestens in Warth wieder eine Tankstelle zu finden, mache ich mir noch keine Sorgen. Die 23 km bis dort wird die Reserve schon reichen.

Nach einer kurzen Pause auf dem 1.675 m hohen Hochtannbergpass machen wir in Warth Mittagspause. Dabei muss ich allerdings erfahren, dass es dort keine Tankstelle gibt. Nach dem Essen geht es daher in sparsamer Fahrweise ins Lechtal, wo nach insgesamt 42 km auf Reserve endlich eine Tankstelle auftaucht. Zu diesem Zeitpunkt ist noch ein halber Liter Sprit im Tank. Schwein gehabt.

Gegen 14:30 Uhr erreichen wir dann Reutte und checken im Hotel “Maximilian” ein.

Tirol und mehr

Um die Zeit zu überbrücken, bis die Kollegen eintreffen, entschliessen wir uns, noch eine kleine Runde zu fahren. Die Spritztour geht über Bichlbach ins Namlostal. Hier soll Norbert mir bei der Entscheidung helfen, in welcher Gruppe (schnell, mittel, langsam) ich mich am nächsten Tag einordnen soll. Als Anfänger fehlt mir die Erfahrung, diese Wahl selber zu treffen. Nach “zügiger” Fahrt bis Stanzach, zurück nach Kelmen und wieder runter nach Stanzach empfiehlt mir Norbert die schnelle Gruppe. Mal sehen, was da auch mich zukommt.

Als wir dann wieder am Hotel eintreffen sind die Münchener Kollegen auch da. Die Aachener Autoreisezug-Weicheier kommen rund 2 Stunden später.

Der Rest des Tages wird ausgiebig zum Kennenlernen, Essen und Trinken genutzt. Kurz nach Mitternacht ist für mich dann Feierabend.

Tag 6

Am Freitag beginnt der “offizielle” Teil der Tour. Eigentlich soll es nach einem ausgiebigen Frühstück um 9:30 Uhr losgehen. Leider schaffen es nicht alle, pünktlich abfahrbereit zu sein. So schwitzen wir im strahlenden Sonnenschein, bis es endlich losgehen kann.

Über den stark befahrenen Fernpass fahren wir ins Inntal. Anschliessend nehmen wir die schmale und kurvenreiche Strasse hinauf nach Ochsengarten. Auf dem Kühtai-Sattel wird Pause gemacht. Nach und nach treffen auch die anderen Gruppen dort ein.

Nach der Kaffeepause geht die Tour über Axams nach Mutters und weiter über die Brennerlandstrasse. Nach einem Tankstopp kommt es auf der italienischen Seite vereinzelt zu geringfügigen Geschwindigkeitsüberschreitungen, die aber von der örtlichen Rennleitung nicht bemerkt werden. In Sterzing treffen sich alle Gruppen zum gemeinsamen Mittagessen.

Als letzte der drei Gruppen machen wir uns auf den Weg zum Jaufenpass. Kurz vor der Passhöhe können wir die langsame Gruppe ein- und überholen. Bei einer kurzen Rast pfuschen sich diese Verkehrshindernisse aber wieder vor, sodass wir die lieben Kollegen wieder überholen dürfen. Netterweise lassen sie uns auch brav vorbei. Auf dem Weg ins Tal fahren wir irgendwo an der mittleren Gruppe vorbei, ohne diese zu sehen. Die haben nämlich wegen eines Unfalls erstmal eine Pause eingelegt.

Als nächstes steht das Timmelsjoch auf dem Plan. Nach mehreren Fotopausen zahlen wir an der Mautstelle ca. 5€. Anschliessend rollen wir durch das Ötztal in Richtung Imst. Da noch genug Zeit bis zum Abendessen ist, machen wir noch einen kleinen Umweg über das Hahntennjoch.

Pünktlich zum Essen treffen wir in Reutte ein und verbringen den Rest des Abends mit Essen, Trinken und Quatschen.

Tag 7

Am Samstag geht es wieder nach dem Frühstück um 9:30 Uhr los. Das Wetter sieht eigentlich ganz gut aus. Aber das wird sich bald ändern. Die Tour führt uns durch das Lechtal nach Warth und weiter zum Flexenpass. Dort angekommen ändert sich das Wetter. Auf der Passhöhe ziehen uns dichte Wolken entgegen, die Sichtweite beträgt nur noch wenige Meter.

Auf dem Weg ins Klostertal beginnt es zu regnen. Als wir in Partnen zur Mittagspause einkehren sind alle ziemlich durchnässt. Immerhin können wir uns beim Essen ein wenig aufwärmen und die Klamotten wenigstens abtropfen.

Nach der Pause regnet es immer noch. Trotzdem zahlen wir 10,20 € an der Mautstelle und versuchen, die Silvretta-Hochalpenstrasse zu geniessen. Richtiger Fahrspass kommt aber nicht auf. Durch das Paznauntal fahren wir nach Landeck und von dort über Imst und den Fernpass zurück nach Reutte.

Da es erst 16:00 Uhr ist, bleibt noch genug Zeit, sich vor dem Abendessen aufzuwärmen. Nach dem Essen verläuft der Abend wie die vorangegangenen. Allerdings dauert er bedeutend länger.

Tag 8

Die letzte gemeinsame Tour startet wieder nach dem Frühstück um 9:30 Uhr. Wir fahren über den Gaichtpass und das Oberjoch nach Sonthofen. Von dort geht es zuerst Richtung Oberstdorf und dann zum Riedbergpass. Der höchste Pass Deutschlands (1.420 m) ist leider mit Bussen und PKW verstopft. Durch den Bregenzerwald erreichen wir den Hochtannbergpass.

Auf dem Faschinajoch legen wir eine Mittagspause ein. Nach dem Essen machen wir einen Abstecher zum Furkajoch (nicht Furkapass). Dann geht es weiter über Hochtannbergpass, Flexenpass und Arlbergpass nach Landeck. Von Prutz aus fahren wir zur Piller Höhe.

Der letzte Etappe geht hinunter ins Pitztal und über das Hahntennjoch zurück nach Reutte, wo wir gegen 17:30 Uhr eintreffen.

Der Abend gestaltet sich mit Essen, Trinken, Reden und Packen, da morgen die Heimreise bzw. Weiterreise ansteht.

Der Rückweg (mit Umwegen)

Tag 9

Nachdem sich alle von allen ausgiebig verabschiedet haben, machen wir (Ilona, Norbert, Sepp und ich) uns unter meiner Führung auf den Weg. Unser Plan ist, irgendwie die Schweiz zu durchqueren und dann im französischen Jura noch ein paar Kurven zu genießen.

Also geht es erstmal über Hahntennjoch, Piller Höhe ins schweizerische Unterengadin. In Susch legen wir eine Mittagspause ein. Anschliessend fahren wir über den Albulapass. Auf der Nordrampe in Richtung Filisur können wir die spektakuläre Trasse der Rhätischen Bahn  bewundern.

In Thusis machen wir einen kurzen Abstecher zur Via Mala. Dann fahren wir auf der Südseite der Ruinaulta (Rheinschlucht) nach Ilanz. Nun folgen wir dem Vorderrhein zum Oberalppass.

Die vorgerückte Zeit und einsetzender Nieselregen drängen uns zu der Entscheidung, in Andermatt ein Hotel zu suchen. So kehren wir gegen 19:00 Uhr im Hotel “Bergidyll” ein und verschwinden nach dem Abendessen zeitig in den Betten.

Tag 10

Ein Blick aus dem Fenster gegen 6:00 Uhr zeigt strahlend blauen Himmel. Also raus aus dem Bett, Sachen packen und rauf aufs Moped. Soweit die Theorie.
Die Praxis scheitert vorerst daran, dass die Mopeds in der Garage stehen, die Garage abgeschlossen ist, der Schlüssel an der Rezeption liegt und diese erst ab 7:00 Uhr besetzt ist.

Kurz vor 7:00 Uhr ist es dann soweit. Der Schlüssel ist da und ruckzuck auch die Garage auf. Eigentlich möchte ich nur eine kleine Runde drehen. Das tolle Wetter bringt mich dann auf die Idee, den Gotthardpass zu erklimmen. Oben angekommen ist es aber noch zu früh, wieder zurück nach Andermatt zu fahren. Also nehme ich die Südrampe nach Airolo. Von Airolo geht dann rauf auf den Nufenenpass und hinunter nach Ulrichen. Nach einem Tankstopp informiere ich die Kameraden, dass ich mich zum Frühstück (geplant für 8:30 Uhr) ein wenig verspäten werde. Nach der Fahrt über den Furkapass erreiche ich um 9:00 Uhr das Frühstücks-Buffet in Andermatt.

Eine Stunde später ist dann der gemeinsame Aufbruch. Die Tour führte uns über Furkapass und Grimselpass nach Meiringen und am Brienzer See vorbei. In Gunten am Thuner See machen wir Mittagspause.

Bisher haben wir super Wetter. Doch als wir gerade mit dem Essen fertig sind, ziehen dicke Regenwolken über die Berge und es beginnt zu schütten. Da ein Ende des Regens nicht absehbar ist, machen wir uns wieder auf den Weg.

Über Thun und Spiez fahren wir ins Simmental, wo uns der dickste Regen erreicht. Kleine Wasserfontänen sprudeln aus den Kanaldeckeln. Zum Glück lässt der Regen jetzt allmählich nach. Unseren Plan, entlang des Genfer Sees zu fahren, geben wir auf und entscheiden uns für den kürzeren Weg über den Jaunpass. Wir wollen wegen der hohen Preise in der Schweiz erst in Frankreich übernachten.

Wegen des immer noch zeitweise fallenden Regens fahren wir auf direktem Weg von Bulle zum Neuenburger See und überqueren hinter Ste. Croix die französische Grenze.

In La Cluse-et-Mijoux quartieren wir uns gegen 19:00 Uhr im ersten Hotel ein, dass wir finden können. Die Zimmer wurden scheinbar seit Napoleons Zeiten nicht mehr renoviert, sind aber wenigstens trocken und warm. Das Essen ist jedoch erste Sahne. Leider ist mir der Name des Hotels entfallen. Wenn ich nochmal in der Gegend bin werde ich ihn nachtragen. (Nachtrag von 2022: Auberge du Chateau de Joux, inzwischen scheinbar umfangreich erneuert.)

Nach dem Abendessen und der einen oder anderen Flasche Wein fallen wir ziemlich k.o. in die Betten.

Tag 11

Das Wetter ist heute Morgen noch genauso schlecht wie gestern. Der Wetterbericht sagt auch keine Besserung für den französischen Jura voraus. Daher entschliessen wir uns, in Richtung Elsass aufzubrechen. Da ich keine passenden Karten dabei habe muss Sepp die Führung übernehmen. Erst einmal solle es so schnell wie möglich aus dem Regen heraus gehen. Und tatsächlich hört in Besancon der Dauerregen auf.

Bei Epinal verlassen wir die Nationalstrasse und fahren hinein in die Vogesen. Über Gerardmer erreichen wir den Col de la Schlucht. Wegen des inzwischen ganz passablen Wetters, von stellenweisem Nebel abgesehen, entscheiden wir uns für einen kleinen Umweg über den Col du Calvaire und Col du Wettstein nach Munster.

Um 16:30 Uhr quartieren wir uns direkt am Marktplatz im Hotel “la Cigogne” ein. Nicht ganz billig, aber super Zimmer und, wie sich später herausstellt, sehr gutes Essen.

Vor dem Essen ist aber noch Zeit für einen Bummel durch dieses tolle Städtchen. Gerüchteweise soll am Abend eine Art Stadtfest sein. Aber von den Vorbereitungen ist nicht viel zu sehen.

Nach dem Essen hat sich Munster blitzschnell verwandelt. Die Restaurants und Spezialitätengeschäfte verlagern ihren Service auf die Straße, vor dem Hotel ist eine Bühne mit Liveband aufgebaut, Karussells sorgen für Spass bei den Kleinen und Menschenmassen schieben sich durch die Gassen. Erstaunlich, wie schnell das alles aufgebaut wurde.

Da mein Zimmer nach hinten raus liegt kann ich trotz des Lärms in den Straßen gegen 23:00 Uhr problemlos einschlafen.

Tag 12

Am Morgen müssen wir uns leider von Sepp verabschieden. Er muss zurück nach München. Ilona, Norbert und ich entscheiden uns, noch einen Tag in Munster und damit in den Vogesen zu bleiben. Als ortskundiger Führer stellt sich Norbert zur Verfügung.

Die heutige Tour geht über Col de la Schlucht, Hohneck, Grand Ballon, Col du Hundsrück zum Ballon d’Alsace und runter nach Sewen, wo wir eigentlich etwas essen wollen. Leider hat das Restaurant geschlossen, sodass wir wieder rauf auf den Ballon d’Alsace fahren und dort oben die Mittagspause einlegen.

Über Le Thillot und Kruth kommen wir wieder zum Hohneck, wo jetzt bessere Sicht herrscht als am Morgen. Der Rückweg nach Munster führt dann über den Col de la Schlucht, den Col du Bonhomme.

Am Abend heisst es dann: Essen, Packen und dann Schlafen.

Tag 13

Der Blick aus dem Fenster zeigt wieder einmal, dass das Wetter zu gut ist, um noch im Bett zu bleiben. Also Klamotten an und hin zur GS. Den Schlüssel zur Garage habe ich mir vor den “Notfall” schon gestern Abend gesichert. Also rauf auf den Hohneck und die super Aussicht und die Ruhe am frühen Morgen genießen. Echt super. Hat sich gelohnt.

Dann treibt mich der Hunger aber wieder runter nach Munster. Nach dem Frühstück werden die Mopeds beladen und wir verabschieden uns von den zahlreichen Störchen auf den Dächern rund um den Marktplatz.

Vorbei am Lac Blanc und über den Col du Bonhomme und den Col des Bagenelles erreichen wir den Col du Donon. Ab hier übernehme ich die Führung. Ich habe zwar mindestens so wenig Ortskenntnis wie Norbert, aber ich habe zumindest ein Navi (Garmin etrex) dabei. Allerdings ohne Karten von der Gegend, durch die wir müssen.

Irgendwie finde ich den Weg nach und durch Saarbrücken. Ilona und Norbert sind wirklich der Meinung, ich würde mich hier auskennen. heute noch der Meinung, ich hätte den Weg durch Saarbrücken gekannt. Man darf sich halt nicht anmerken lassen, wenn man sich verfahren hat.

Am Nachmittag erreichen wir Saarburg, wo wir im Hotel “Zunftstube” 2 Zimmer bekommen.

Nach dem Essen machen wir noch eine Stadtbesichtigung in Saarburg mit Wasserfall und Burg. Dann geht es ins Bett.

Tag 14

Die letzte Etappe des Urlaubs führt uns drei entlang der Saar zur Mosel, wo wir die Fähre von Oberbillig nach Wasserbillig nehmen. Hier trennen sich unsere Wege, da ich um 15:00 Uhr noch einen Termin in Heinsberg habe. Norbert und Ilona nehmen die schönere Strecke durch Luxemburg, während ich den relativ direkten Weg nehme.

Am Abend geht es dann endlich nach hause nach Aachen.

Insgesamt war’s ein super Urlaub mit netten Leuten und ich freue mich auf eine Wiederholung.